NY XXXVI, 2010, 50 × 150 cm
»Verena Guther erforscht eine Stadt über ihre Lineatur, ihr spezifisches Farb- und Formenrepertoire, das sie nach ästhetischen Prinzipien immer wieder neu kombiniert.
Auch die Marginalisierung des Menschen im Großstadtgewebe spiegelt sich in den Bildkonstrukten der New-York-, wie auch der Shanghai-Serien. Die Künstlerin zeigt den Menschen in Relation zu der von ihm gestalteten Umgebung.
Angesichts der Dichte der ihn umschließenden Architektur ist der Mensch einzig in der Masse noch wahrnehmbar: zum Farbband aufgereiht oder als flottierendes Bewegungsband (New York) oder aber als militärische Staffage eines diktatorischen Machtgebarens (Shanghai).«
Anja Trieschmann